Bildung = Berufsbildung?!

 

6. Österr. Berufsbildungsforschung Konferenz, 5.-6.7.2018, Steyr/OÖ

Paper

Gender Bias an berufsbildenen höheren Schulen in Österreich? Ursachen und Relevanz für die Berufsbildung

Von:
Szalai, Elke; Planung&Vielfalt, Österreich

Session: Papersession P9
Zeit: Freitag, 8.7.2016, 10:30 - 12:00
Ort: MAW-MIS
Typ: Paper
Stichworte: Berufsbildene Schule, Geschlecht, Gesellschaft

Expertinnen und Experten der Berufsbildung und Genderforschung weisen seit vielen, vielen Jahren darauf hin, dass ein Gender Bias in den berufsbildenden höheren Schulen besteht und sich in wenig geschlechterausgeglichenen Zahlen über die Ausbildungszweige zeigen. Diesem wird seit einigen Jahren aktiv mit unterschiedlichen Aktivitäten zur Ansprache der jeweiligen unterrepräsentierten Geschlechtergruppe versucht zu begegnen. Zahlreiche Aktivitäten wurden von Ministerium und Schulaufsicht und vor allem direkt an den Standorten gesetzt. Nun zeigt sich, dass sich die bestehenden genderstereotypen Entscheidungen für einen technisch-gewerbliche berufsbildende (höhere) Schule oder bspw. eine Bundesanstalt für Kindergartenpädagogik, sich nicht in großen Stil verändert haben. Vorstellung und Erwartungen spiegeln sich im Gender Bias - eben einer geschlechterverzerrten Vorstellung eines Geschlechts und dem draus resultierenden Gender Gap wieder, der sich durch die bisherigen Maßnahmen und Aktivitäten langsam verringert. .

Im Konferenzbeitrag werden abgeleitet aus der vertiefenden Auswertung eigener Forschungsarbeiten und der Kontextualisierung mit internationalen und nationalen Forschungsergebnissen folgende Thesen diskutiert:

Welche Auswirkungen haben gesellschaftliche Rahmenbedingungen und geschlechterspezifische Vorstellungen von Frauen und Männern und passenden Berufen auf die Genderarbeit in berufsbildenden höheren Schulen in Österreich?

Wie können hemmende Wirkungen mittels gezielten Maßnahmen minimiert werden?

Dahinter steht die These, die aus vertiefenden Auswertungen von Fokusgruppeninterviews abgeleitet wurde, dass gesellschaftliche Rahmenbedingungen Bemühungen um Veränderungen der Geschlechterverhältnisse bremsen. Dazu zählen politische Rahmenbedingungen und Vorgabe ebenso wie Medien Spiele und Werbung, die auf uns alle wirken. Es geht auch darum den eigenen Forschungsprozess im Rahmen der Tagung zur Debatte zu stellen und Erfahrungen und Ansatzpunkte für die Entwicklung von Maßnahmen aus dem Dilemma zwischen Bemühungen und Stagnation zu finden.



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