BBFK 2021

WIE wollen
wir ARBEITEN?

Berufliches Lernen 
zwischen Tradition
und Transformation

7. Österr. Berufsbildungsforschung Konferenz, 8.-9.7.2021, Klagenfurt

Die Anmeldung zur 6. Berufsbildungsforschungskonferenz ist von 25. Oktober 2017 bis 20. Juni 2018 ausschließlich online über die Software ConfTool möglich.

Um sich für die Konferenz anzumelden, richten Sie bitte zunächst einen Nutzer-Account ein. 
Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigungsmail.

Informationen zu den Teilnahmegebühren finden Sie hier - early bird Registrierungen sind bis zum 9. April 2018 möglich!

Da die Teilnehmer/innenzahl mit 250 begrenzt ist, kann es bei Überschreiten dieser Zahl zu einem früheren Anmeldeschluss kommen - die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Einlangens bei ConfTool berücksichtigt. 

Bei Fragen oder Problemen im Zusammenhang mit der Anmeldung wenden Sie sich bitte an das Konferenzbüro: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  - danke!

 

Teilnahmegebühren

Die Teilnahmegebühr inkludiert die Tagungsunterlagen, Verpflegung sowie den Abendempfang im Rahmen der Preisverleihung und beträgt: 

Für ÖFEB-Mitglieder (bzw. Mitglieder von DGfE oder SGBF) 

  • 160,- Euro (Mitgliedspreis)
  • 140,- Euro (bei Anmeldung bis 9. April 2018 - early bird Preis!)

Bewerben Sie sich hier für die ÖFEB-Mitgliedschaft.


Für Nicht-Mitglieder 

  • 190,- Euro (Normalpreis)
  • 170,- Euro (bei Anmeldung bis 9. April 2018 - early bird Preis!)


Für Studierende

  • 50,- Euro

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* Bitte beachten Sie, dass der Nachweis eines aufrechten Studiums durch Übersenden einer Inskriptionsbestätigung Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Ermäßigung für Studierende ist, und ausschließlich eine private Kostenübernahme erfolgen kann (d.h. private Rechnungsadresse erforderlich).
Für Personen, die zwar inskribiert sind, aber ein Beschäftigungsverhältnis in Vollzeit haben, gilt der reguläre Beitrag.
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Gruppentarife

Bei Teilnahme von mehr als 4 Personen einer Institution können auf Anfrage Gruppentarife angeboten werden. Für nähere Informationen kontaktieren Sie bitte das Konferenzbüro: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Zielgruppenzuschüsse

Für Studierende oder JungwissenschafterInnen: für den Fall, dass Ihre Universität/Hochschule oder Ihr Arbeitgeber keine finanzielle Unterstützung anbietet und dies ein Hinderungsgrund für Ihre Teilnahme sein sollte, kann um Unterstützung beim Kongressbüro angesucht werden (formlos). Die Entscheidung über eine Vergabe einer derartigen Förderung obliegt dem Programmkomitee.

Überweisen der Teilnahmegebühr

Die Teilnahmegebührt ist innerhalb von 14 Tagen nach erfolgreicher Online-Anmeldung, spätestens aber 7 Tage vor Konferenzbeginn, durch Überweisung auf das Konferenzkonto zu bezahlen.
Das Konto lautet auf Öst. Gesellschaft f. Forschung u. Entwicklung im Bildungswesen (ÖFEB); IBAN  AT742032032100144446 ; BIC ASPKAT2LXXX .

Mit der Anmeldung stimmen die Teilnehmer/innen zu, dass ihre/seine Daten (Name, Einrichtung/Institution, Fotos, Videos) in Zusammenhang mit der Dokumentation der Veranstaltung in Publikationen und/oder im Internet veröffentlicht werden. Alle sonstigen Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. 

Stornobedingungen

  • Die Stornierung der Teilnahme an der Konferenz muss schriftlich erfolgen.
  • Für jede Stornierung wird eine Bearbeitungsgebühr von Euro 20,- einbehalten.
  • Bei Stornierung nach Ende der Anmeldefrist (20. Juni 2018) werden 100 % der Teilnahmekosten in Rechnung gestellt.
  • Das Versäumen der Zahlungsfrist ist nicht mit einer Abmeldung gleichzusetzen.
  • Die Konferenzorganisation bietet keine Stornoversicherung an.
  • Bezüglich Zimmerreservierungen gelten die Stornobedingungen des jeweiligen Hotels.

Am 5. und 6. Juli 2018 fand im Museum Arbeitswelt in Steyr zum bereits 6. Mal die Österreichische Berufsbildungsforschungskonferenz - kurz: BBFK - statt. Titel in diesem Jahr war "Berufsbildung, eine Renaissance? Motor für Innovation, Beschäftigung, Teilhabe, Aufstieg, Wohlstand, ....

Die Keynotes wurden gehalten von Karin BÜCHTER (Helmut-Schmidt-Universität Hamburg) und Philipp GONON (Universität Zürich). Das Ende des ersten Konferenztages bildete eine Podiumsdiskussion mit Cornelia Oertle (EHB, Schweiz), Reinhold Weiß (BIBB), Christian Dorninger (BMB) und Lorenz Lassnigg (IHS); Moderation: Jürgen Horschinegg (BMB).

Der Berufsbildungsforschungspreis wurde danach in einer würdigen und zugleich sehr lebendigen Feier an Michael THOMA (Universität Innsbruck) von Sektionschef Christian Dorninger verliehen. 225 Teilnehmer genoßen danach das Buffet unter freiem Himmel - die Stadt Steyr, das Museum Arbeitswelt und erstmalig Schloss Lamberg zeigten sich von der schönsten Seite!

Im Menü links finden Sie alle Informationen plus eine umfangreiche Dokumentation der 5. BBFK.

allmendinger jutta 150x200Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger, Ph.D.

Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) und Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin 
_ zur Homepage

Keynote 1: Donnerstag, 5.7.2018, 9.30 Uhr 

"Non vitae sed scholae discimus? Zur Zukunft der Bildung von gestern."

pdf_Abstract401.75 KB

*

hayward geoff 150x200Prof. Dr. Geoff Hayward

Professor and Head of the Faculty of Education der University of Cambridge 
_ zur Homepage

Keynote 2: Freitag, 6.7.2018, 9.30 Uhr

"Re-imagining the moral purpose of VET"

pdf_Abstract508.94 KB

pdfPräsentations-Folien von Geoff HAYWARD1.35 MB

 > zu den Videos der beiden Keynotes und der ExpertInnen-Runde

 

ExpertInnen-Runde

Donnerstag, 5.7.2018, 17.15 - 18.30 Uhr im Großen Saal des Museum Arbeitswelt 

Veränderung in der Berufsbildung – Evolution oder Revolution?

allmendinger 120x160Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger, Ph.D.

Präsidentin des WZB (s.o.), Berlin 

www.wzb.eu

 

 

 dorninger 120x160Dr. Christian Dorninger

Leiter der Sektion II Berufs- und Erwachsenenbildung im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung, Wien 

www.bmbwf.gv.at

 

 

ertl 120x160Prof. Dr. Hubert Ertl

Forschungsdirektor und Ständiger Vertreter des Präsidenten im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Bonn 

www.bibb.de

 

 

widmer 120x160Josef Widmer, lic. phil. 

Stellvertretender Direktor des Staatssekretariates für Bildung, Forschung und Innovation SBFI, Bern 

www.sbfi.acmin.ch

 

 

Moderation:

horschinegg 120x160Mag. Jürgen Horschinegg 

Abteilungsleiter im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung, Wien 

Mit-Initiator der BBFK und im Programmkomitee seit 2008

Die Berufsbildungsforschungskonferenz bietet seit 2008 im Zwei-Jahres-Rhythmus Gelegenheit zum fachlichen Austausch rund um Forschung zu Berufs- und Erwachsenenbildung. Sie richtet sich an Fachleute aus der Berufsbildungsforschung ebenso wie der Berufsforschung, der berufs- und wirtschaftspädagogischen Forschung, Qualifikationsforschung, der Arbeitsmarkt­forschung und der Erwachsenen- und Weiterbildungs­forschung.

 

Call for Abstracts: bis 15.1.2018

Die Vorschläge sollen sich auf einen Bereich der weit gefassten Berufsbildungsforschung beziehen, der auch Fragen der Beschäftigung und der Erwachsenenbildung umschließt. Es können Beiträge als Paper , als Poster  und als Thematisches Forum eingereicht werden. 

In Paper Sessions werden drei bis vier Einzelbeiträge aus der aktuellen Forschungspraxis präsentiert und diskutiert. 

In einem Thematischen Forum, das von einer Person oder einer Gruppe von Personen eingereicht wird, werden mehrere pointierte und kontroversielle Beiträge zu einem spezifischen Thema von aktueller praktischer und politischer Bedeutung präsentiert und diskutiert. 

In Poster Sessions werden Forschungsergebnisse und Entwicklungsprojekte optisch ansprechend - auf einen Blick - dargestellt. Es stehen Pinwände zur Verfügung, die Präsentation der Poster durch die Einreicher/innen erfolgt in eigenen Programm-Slots. 

-> Der Call for Papers zum Download: pdf6-BBFK-2018_Call-for-Papers.pdf389.88 KB

 

Einreichen von Beiträgen

Alle Beiträge müssen in elektronischer Form eingereicht werden. Abstracts sind bis zum 15.1.2018 mittels der Konferenz-Software ConfTool an das Programmkomitee zu richten. Die Eingabe erfolgt direkt in eine Online-Maske, zusätzlich können Sie das Abstract noch als PDF- oder Word-Datei hochladen, das ist aber nicht Voraussetzung.
Wir bitten um Verständnis, dass Einreichungen auf anderem Wege nicht in das Review-Verfahren aufgenommen werden können!

Die über ConfTool eingereichten Beiträge werden hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Qualität und ihres innovativen Charakters bewertet und ausgewählt. Rückmeldungen vom Programmkomitee sind bis Mitte März 2018 vorgesehen (siehe Review-Verfahren). Ausgewählte Beiträge werden in einem Tagungsband publiziert werden. 

ConfTool

Um Beiträge einzureichen, richten Sie bitte zuerst einen Nutzer-Account bei ConfTool ein. 

Die laufende Bearbeitung von eingereichten Beiträgen ist bis spätestens 15.1.2018 möglich. 

Die Einreichungen (bzw. der Stand der Ausarbeitung) können mittels einer Druckfunktion jederzeit ausgedruckt werden (rechts unten in der Eingabemaske).

Weitere Informationen und Hilfe finden Sie bei ConfTool unter "Anleitung für Autoren zum Einreichen von Beiträgen".
Wenn Sie Probleme oder Fragen haben, wenden Sie sich gerne direkt an das Konferenzbüro unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!!

Book of Abstract mit allen Inhalten pdfzum Download2.32 MB

Die 6. BBFK beginnt am Donnerstag, 5.7.2018 um 9.00 Uhr und endet am Freitag, 6.7.2018 um 16.00 Uhr.

In diesen zwei Tagen wird es 2 Keynotes, einen ExpertInnen Round Table, 4 Paper Sessions, 2 Sessions mit Thematischen Foren und eine Poster Session geben. Dazu kommt Zeit für Gespräche und Austausch, eine Sitzung der ÖFEB Sektion Berufs- und Erwachsenenbildung und als zusätzliches Highlight die Verleihung des Österreichischen Berufsbildungsforschungspreises mit anschließendem Empfang am Donnerstag Abend.

Für die 55 Papers gibt es vier Sessions mit unterschiedlicher Anzahl von Papers je Session - diepdfgenaue Zuteilung finden Sie hie. 84.96 KB

Die Thematischen Foren finden am Donnerstag und am Freitag jeweils von 14.00 - 15.30 Uhr parallel statt; pdfzur Foren-Übersicht 397.93 KB.

Und die insgesamt 22 (!) Poster werden die gesamte Konferenz über zugänglich sein, eine eigene Poster Session gibt es am Donnerstag in der Mittagszeit von 13.00 - 14.00 Uhr. Die pdfPoster auf einen Blick.423.01 KB

Sehen Sie die Zeitstrukur unten im Überblick und pdfhier das PDF zum Vergrößern.395.54 KB

programm uebersicht

Die Zuordnung der Beiträge zu den Autorinnen und Autoren mit Raumanagaben und Zeitstruktur über dei Programm-Datenbank wird in Kürze online sein

 

Hier zur Erinnerung der Call im Rückblick:

Die Berufsbildungsforschungskonferenz bietet seit 2008 im Zwei-Jahres-Rhythmus Gelegenheit zum fachlichen Austausch rund um Forschung zu Berufs- und Erwachsenenbildung. Sie richtet sich an Fachleute aus der Berufsbildungsforschung ebenso wie der Berufsforschung, der berufs- und wirtschaftspädagogischen Forschung, Qualifikationsforschung, der Arbeitsmarkt­forschung und der Erwachsenen- und Weiterbildungs­forschung.

 

Call for Abstracts: bis 15.1.2018

Die Vorschläge sollen sich auf einen Bereich der weit gefassten Berufsbildungsforschung beziehen, der auch Fragen der Beschäftigung und der Erwachsenenbildung umschließt. Es können Beiträge als Paper , als Poster  und als Thematisches Forum eingereicht werden. 

In Paper Sessions werden drei bis vier Einzelbeiträge aus der aktuellen Forschungspraxis präsentiert und diskutiert. 

In einem Thematischen Forum, das von einer Person oder einer Gruppe von Personen eingereicht wird, werden mehrere pointierte und kontroversielle Beiträge zu einem spezifischen Thema von aktueller praktischer und politischer Bedeutung präsentiert und diskutiert. 

In Poster Sessions werden Forschungsergebnisse und Entwicklungsprojekte optisch ansprechend - auf einen Blick - dargestellt. Es stehen Pinwände zur Verfügung, die Präsentation der Poster durch die Einreicher/innen erfolgt in eigenen Programm-Slots. 

-> Der Call for Papers zum Download: pdf6-BBFK-2018_Call-for-Papers.pdf389.88 KB

 

Einreichen von Beiträgen

Alle Beiträge müssen in elektronischer Form eingereicht werden. Abstracts sind bis zum 15.1.2018 mittels der Konferenz-Software ConfTool an das Programmkomitee zu richten. Die Eingabe erfolgt direkt in eine Online-Maske, zusätzlich können Sie das Abstract noch als PDF- oder Word-Datei hochladen, das ist aber nicht Voraussetzung.
Wir bitten um Verständnis, dass Einreichungen auf anderem Wege nicht in das Review-Verfahren aufgenommen werden können!

Die über ConfTool eingereichten Beiträge werden hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Qualität und ihres innovativen Charakters bewertet und ausgewählt. Rückmeldungen vom Programmkomitee sind bis Mitte März 2018 vorgesehen (siehe Review-Verfahren). Ausgewählte Beiträge werden in einem Tagungsband publiziert werden. 

ConfTool

Um Beiträge einzureichen, richten Sie bitte zuerst einen Nutzer-Account bei ConfTool ein. 

Die laufende Bearbeitung von eingereichten Beiträgen ist bis spätestens 15.1.2018 möglich. 

Die Einreichungen (bzw. der Stand der Ausarbeitung) können mittels einer Druckfunktion jederzeit ausgedruckt werden (rechts unten in der Eingabemaske).

Weitere Informationen und Hilfe finden Sie bei ConfTool unter "Anleitung für Autoren zum Einreichen von Beiträgen".
Wenn Sie Probleme oder Fragen haben, wenden Sie sich gerne direkt an das Konferenzbüro unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!!

Franz GramlingerÖsterreichische Referenzstelle für Qualität in der Berufsbildung (ARQA-VET), Vorsitzender 

Antje Barabasch, Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB), Schweiz

Christian DorningerBundesministerium für Bildung (BMB)

Jürgen HorschineggBundesministerium für Bildung (BMB)

Carola IllerUniversität Hildesheim, Deutschland

Annette OstendorfUniversität Innsbruck (UIBK)

Kurt SchmidInstitut für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw)

René SturmArbeitsmarktservice Österreich (AMS)

Georg TafnerBundeszentrum für Professionalisierung in der Bildungsforschung (BZBF)

 FG 80x60Barabasch 60x80dorninger 60x80jpghorschinegg 60x80iller 60x80ostendorf 60x80schmid 60x80sturm 60x80tafner 60x80

Die Gleichsetzung von Bildung und Berufsbildung – versehen mit einem Frage- und einem Rufzeichen – im Titel der 6. Berufsbildungsforschungskonferenz (BBFK) soll durchaus provozieren. Sie soll zu einer kritischen und in die Zukunft gerichteten Diskussion um die Ziele einer beruflichen Bildung anregen. Die BBFK möchte ein möglichst breites, offenes Diskussionsforum bieten und eine tiefere Reflexion abseits eingefahrener wissenschaftlicher und ideologischer Pfade anregen.

Berufsbildung verbindet zwei Leitkategorien, die selbst schwer fassbar und einem dynamischen Wandel unterworfen sind. Sowohl Bildung als auch Beruf sind an einen historischen und kulturellen Raum gekoppelt, der sich dynamisch entwickelt.

In jeder Epoche muss neu bestimmt werden, was der Begriff „Bildung“ als Leitkategorie der Entwicklung der nachwachsenden Generation umfasst und in demokratischen Gesellschaften ist diese Neubestimmung einer breiten gesellschaftlichen Diskussion zu unterziehen. Das gilt für die Berufsbildung genauso wie für die Allgemeinbildung. Das Allgemeine und das Berufliche sind in stetem Wandel in ihren jeweiligen Bezügen zur Bildung, interpretiert als Selbstbildung des Menschen. Es geht um die Frage, wie sich der Mensch in dieser Welt beruflich und nicht-beruflich verorten möchte.

Bildung findet heute unter gesellschaftlichen Bedingungen der Unsicherheit statt. Bildung wird damit zu einer zentralen Ressource, denn sie befähigt zu Offenheit im Umgang mit dem „Anderen“ (Alterität), zur Bewältigung von Ungewissheit und Nicht-Wissen sowie zur Antizipation zukünftiger individueller und gesellschaftlicher Entwicklungen. Bildung kann den in Gesellschaft und Kultur eingebetteten Menschen Orientierung geben.

Die Vorstellung einer Bildung im oder über den Beruf/in beruflichen Bezügen ist geradezu exklusiv im deutschsprachigen Raum verankert. Duale und vollzeitschulische, post-sekundäre und zum Teil auch informelle Formen der Berufsbildung richten sich nicht nur an den Erfordernissen betrieblicher Arbeit (im Sinne eines Trainings für bestimmte Tätigkeiten) aus, sondern verbinden mit der beruflichen Qualifizierung ein breites Bildungsanliegen, so zumindest der ideelle Anspruch.

Gleichzeitig muss festgestellt werden, dass auch das Konstrukt des Berufs facettenreich und wandelbar ist. Sei es als Lebenskosmos oder als Qualifikationsbündel interpretiert, glorifiziert oder existentiell hinterfragt, für den deutschsprachigen Raum ist der Beruf konstituierendes Element von Gesellschaft und Ökonomie. Aber auch dieses Element unterliegt einem Wandel. Ökonomische und gesellschaftliche Entwicklungen, ausgelöst durch den technologischen Wandel (aktuell z.B. Digitalisierung) oder die Globalisierung führen zu stetigen Neujustierungen der Leitkategorie Beruf und wirken sich damit auf Qualifizierung oder De-Qualifizierung im Beruf aus.

Das Verhältnis von Allgemein- und Berufsbildung, die Diskussion um Bildungswerte und -ideale, um die Funktion und Zweckgerichtetheit von Bildung sowie um Befähigung und Emanzipation durch Bildung und Ausbildung haben eine lange Tradition und sind eng verbunden mit der Geschichte der Berufsbildung. Zum Teil wurde diese Geschichte unter dem Titel „Renaissance der Berufsbildung“ bei der letzten BBFK thematisiert.    

2018 wollen wir die Frage in den Mittelpunkt stellen, ob es durch das Allgemeine im Beruflichen und das Berufliche im Allgemeinen möglicherweise zu einer Neuorientierung unserer Bildungswelt kommt? Ob die Frage im Titel nicht vielleicht sogar obsolet geworden ist?

Themen und Begrifflichkeiten, die bei dieser Diskussion mitschwingen, sind die Bildung im Beruf und Höherqualifizierung, eine „höhere Berufsbildung“, die duale Berufsbildung (für alle!?), berufliche Bildung zwischen Universalisierung und Spezialisierung, eine Rückkehr zum holistischen Arbeiten und immer wieder auch das Thema Digitalisierung und vielfältige Begriffskombinationen mit der Ergänzung „4.0“. Das Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation beschäftigt uns ebenso wie die Gestaltung von Übergängen, das schwierige Antizipieren von zukünftigen Anforderungen an die/den Einzelnen und an ganze Systeme und das notwendige „Querdenken“ innerhalb etablierter Disziplinen.

Bei all diesen Fragen, Herausforderungen und Ungewissheiten kommt der Berufsbildung auch eine soziale und gesellschaftliche Verantwortung zu, derer sich Forscherinnen und Forscher stellen sollen und auch wollen. Diese Verantwortung ist Aufgabe und Gestaltungsmöglichkeit zugleich, sie hat Auswirkungen auf das Individuum, auf das Bildungssystem und die Arbeitswelt, und sie muss immer wieder neu thematisiert werden.

Dazu lädt die BBFK Fachleute aus der Berufsbildungsforschung ebenso wie der Berufsforschung, der berufs- und wirtschaftspädagogischen Forschung, Qualifikationsforschung, der Arbeitsmarktforschung und der Erwachsenen- und Weiterbildungsforschung sowie aus allen angrenzenden Disziplinen mit Interesse an diesen Themen ein und bietet Raum und Gelegenheit für Diskussion und Austausch in Steyr und darüber hinaus.  

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